NS-Terminologie ist nicht gleich NS-Terminologie
15. September 2007 | Von tio85 | Kategorie: Deutschland, EuropaWas haben folgende beide Zitate gemeinsam? (Hervorhebungen von mir)
“Dort, wo die Kultur vom Kultus, von der Gottesverehrung abgekoppelt wird, erstarrt der Kult im Ritualismus und die Kultur entartet.” 1
“Die Ernennung Stoibers zum Vorsitzenden einer hochkarätigen Gruppe, die den Abbau von Bürokratie in Europa voranbringen soll, sieht sehr nach einem Versorgungsfall aus.” Die EU sei aber “kein Endlager für Landespolitiker”. 2
Beide Aussagen beinhalten die sogenannte und unter Linken sagenumwobene, da gut als inhaltsloses Totschlagargument zu gebrauchen sollte sie vom politischen Gegner versehentlich oder bewusst benutzt werden, NS-Terminologie. Politisch korrekt bzw. gutmenschlich gesehen darf man solches Vokabular der Nazis nicht in den Mund nehmen. Das kommt einer der sieben Todsünden gleich. Als erläuterndes Beispiel: “Politiker X fordert farbliche Endlösung für Gammelfleisch”, würde Politikers X politische Karriere beenden.
Und was unterscheidet die beiden Zitate?
Das Erste von Kardinal Joachim Meisner ist höchst verwerflich, da es sich um mit NS-Terminologie behaftete Worte handelt. D.h. den Kardinal darf man dafür kritisieren und feste auf die Finger kloppen.
Das Zweite vom Fraktionschef der Sozialisten im Europäischen Parlament, Martin Schulz (SPD) dagegen, ist vollkommen in Ordnung denn es handelt sich um mit NS-Terminologie behaftete Worte. Dafür muss man den Fraktionschef loben und in Schutz nehmen.
Nicht kapiert? Tja, dann sollten Sie die Abendschule besuchen und das Fach “Linke Logik” mit “Gutmenschlichkeit richtig anwenden, agieren und heucheln” als Nebenfach belegen.

- s. Spiegel Online - Meisner warnt vor “entarteter” Kultur [←]
- s. Die Süddeutsche - Stoiber freut sich auf Europa - und erntet Spott [←]








