Gabriele Pauli (CSU) fordert Eheschließung auf Zeit
19. September 2007 | Von tio85 | Kategorie: Deutschland, IslamDass ein Mitglied der CSU einen dermaßen Schmarn, auf gut Deutsch gesagt, daher redet, hätte ich bis dato nicht für möglich gehalten. Aber halt! Der Vorschlag kommt ja von Gabriele Pauli, über die schon Stoiber gestolpert ist, leider bis ins EU Parlament, um fortan gegen die dortige Bürokratie zu kämpfen.
Nun fordert die Gute also die Ehe auf Zeit. Das soll dann, ihrer Vorstellung entsprechend, etwa so ablaufen: Man heiratet standesamtlich und nach sieben Jahre läuft die Ehe einfach ab, wenn man sich nicht für eine Verlängerung entscheidet. Ähnlich wie eine Plakette vom TÜV, nur ohne Prüfung und Kosten (obwohl vielleicht lässt man sich da noch eine Art Verlängerungsgebühr einfallen). Pauli sagt zu ihrer tollen Idee:
„Es kann also auch lebenslange Ehen geben“, sagte Frau Pauli. Tatsächlich aber werde jede zweite Ehe frühzeitig geschieden. Viele Ehepartner blieben nur noch aus Angst vor Trennung, finanzieller Abhängigkeit oder Steuervorteilen zusammen. Aber die Ehe sei nicht dazu da, Sicherheit zu bieten, sondern „nur die Liebe“ zähle, sagte Frau Pauli zur Begründung ihres Vorstoßes. 1
Welch blumige Vorstellung Frau Pauli. Eine Ehe ist nun einmal kein Zuckerschlecken in schlechten Zeiten. Wenn Paare nun aber durch solche Vorschläge dazu animiert werden ihre Partnerschaft noch lockerer zu sehen, dann werden die Scheidungsraten erst Recht in die Höhe schnellen. Von den Folgen für die Erziehung der möglichen Kinder mal ganz abgesehen. Obwohl, Ehepartner auf Zeit werden sich es eher zweimal überlegen Kinder in die Welt zu setzen, zumindest nicht in der Probezeit. Schöne Aussichten was die Demographie in Deutschland anbelangt. Alles gänzlich anders als Paulis Vorstellungen. Wer bitte heiratet denn auf Zeit, um von vornherein die Möglichkeit in Betracht zu ziehen sich eines schönen Tages wieder zu trennen? Das ist doch ein Widerspruch in sich! Wer überlegt es sich denn dann noch, ob seine Ehe noch zu retten ist, ob es sich lohnt für sie zu kämpfen? Wäre somit doch viel einfacher und bequemer sich scheiden zu lassen. Zerstören wir halt noch das letzte bisschen Familienkultur. Mit einer gescheiterten Ehe im Hinterkopf, fällt es Pauli natürlich leicht derartiges vorzuschlagen.
Aber es kommt noch besser:
Das CSU-Programm gehe bisher von einem Ideal aus. „Für mich ist die Familie eine andere Art von Konstruktion als für die CSU“, sagte Frau Pauli. Vielmehr sei jede Art des Zusammenlebens richtig, wenn die Menschen jeweils mit sich im Einklang seien. Da müsse der Staat nichts regeln oder subventionieren, sondern sich um die Kinder kümmern, die aus der Partnerschaft hervorgingen. Es sei falsch von der Politik, „immer von diesem superintakten Bild der Ehe auszugehen“. 1
Dann verlassen Sie doch bitte die CSU Frau Paulie. Niemand wird Sie und Ihre Vorstellung einer Ehe je vermissen. Jegliche Verantwortung einfach abgeben und den Staat sich um die eigenen Kinder kümmern lassen, dass ist echt ein Knaller und fördert gewiss eine gesunde geistige Entwicklung der betroffenen Kinder. Und wenn es keine “superintakten” Ehen gibt, dann braucht man sie auch nicht mehr zu schützen oder zu fördern, nicht wahr? Tolle Logik von vornherein jeglichen Erfolg auszuschließen.
Nebenbei bemerkt: Soweit ich weiß gibt es im Iran schon Ehen auf Zeit. Ja, Sie haben richtig gehört, im Iran, dem Land wo man schnell mal mit einem Strick um den Hals endet oder eine Hand verliert bei Diebstahl. Widerspricht ja eigentlich der Scharia aber was denken Sie wie sonst Bordelle legitimiert werden sollten. Man heiratet schnell die Prostituierte für einen Zeitraum von einer Stunde und der Kittel ist gef(l)ickt. 2 3
- s. FAZ - Pauli fordert Ehe auf Zeit [←] [←]
- vgl. g26.ch - «Anstandshäuser» statt Bordelle [←]
- vgl. FAZ - Die Zeitehe [←]









Pauli darf zukünftig ausserhalb der CSU Politik machen. Bye, Bye