Pro Patria

Was Eva Herman wirklich bei der Buchpräsentation sagte

2. Oktober 2007 | Von tio85 | Kategorie: Deutschland

Das Originalzitat gibt es mittlerweile als pdf 1 und als mp3 2 auf Eva Hermans Homepage, inklusive einer ausführlichen Stellungnahme. 3 Hier eine kleiner Auszug, der die Vorgehensweise der Medien demonstriert um unliebsame Querulanten wie Herman mundtot zu machen.

Doch dies zu beweisen, war ich zunächst nicht in der Lage, denn ich besaß kein Aufzeichnungsmaterial von der Pressekonferenz. Der PENDO- Verlag, bei dem mein Buch erschienen ist, bemühte sich sofort um eine Herausgabe, ebenso mein Anwalt und ich selber. Ein kommerzieller Fernsehsender, der im Besitz einer vollständigen Aufzeichnung der gesamten Pressekonferenz sein soll, hält diese Originalquelle bis heute zurück und gibt weiterhin nur die beschnittene und so Sinn entstellte Zitate an Medienkollegen heraus. 4

Besagter Sender beginnt übrigens mit einem R und hört mit einem L auf. Wenn der angebliche Skandal nicht aufrecht erhalten werden kann, dann verhindert man eben den Zugang zu den Quellen. Diese Methodik erinnert mich an gewisse alte und aktuelle Systeme in der Welt, die immer noch für die ein oder andere Schlagzeile gut sind.

Des weiteren sei nochmals erwähnt, dass ich ganz und gar nicht die Ansichten von Herman teile. Weder der von ihr angegriffene Feminismus à la Alice Schwarzer, noch ihr Prinzip der Frau am Herd wird sich schlussendlich durchsetzen. Urkunde für ein Mutterkreuz, Bildquelle: wikipedia.de Deswegen spricht man ja auch von einer Lebensgemeinschaft und nicht -herrschaft. Nichtsdestotrotz war diese Schmutzkampagne gegen Herman ein weiterer Tiefpunkt in Sachen Berichterstattung in Deutschland. Denn weil sie vielen Leuten auf den Schlips getreten ist mit ihren Ansichten, hat man, mit einer Kampagne, die Rufmord in nichts nachsteht, ihre Kündigung vorangetrieben und sie als rechtsextrem verunglimpft. Schöne Meinungsfreiheit, oder? Ob es klug ist Vergleiche mit dem Nationalsozialismus anzustellen, darf dabei keine Rolle spielen. 60 Jahre nach dem zweiten Weltkrieg sollten selbst wir Deutsche in der Lage sein bei NS-Thematik, sinnvoll zu differenzieren ohne sich von Emotionen vereinamen zu lassen, in Anbetracht der Verbrechen der Nazis.

Empfehlenswert ist übrigens auch ein Kommentar in der FAZ, der sich mit dem Thema warum der Nationalsozialismus so erfolgreich war, beschäftigt.

Diese Ursachen lassen sich nicht erforschen, wenn man nur auf die Nazigreuel sieht. Es muss endlich erlaubt sein zu fragen, warum der Nationalsozialismus trotzdem so erfolgreich war. Die Antwort ist die: Er hat viel Gutes aufgesaugt. Hitler - diese, mit Goethe, „Spottgeburt aus Dreck und Feuer“ - hat sich des Besten und Heiligsten bemächtigt, es verdreht und missbraucht. Es muss endlich erlaubt sein, den Nationalsozialismus daraufhin zu untersuchen, was er an Gutem verschluckt hat - das ans Tageslicht gefördert, gesäubert und rehabilitiert werden muss und von dem unterschieden, was genuin schlecht war.

Das Gute, man möge lachen: der Autobahnbau. Er war eine Variante der Keynesschen Arbeitspolitik, wie Roosevelt sie im „New Deal“ angewandt hat. Hitler fand die Pläne in den Schubladen der Ministerien vor, ausgearbeitet von Menschen, die später in der Emigration oder im Widerstand waren. Binnen kurzem war die Arbeitslosigkeit beseitigt, und Hitler gewann Popularität. Das Schlechte am Arbeitsdienst darf dabei nicht übersehen werden. Aber es ist bekannt: sein Zwangscharakter, sein totalitäres, ideologisches Element. 5

  • Digg
  • MisterWong.DE
  • del.icio.us
  • Technorati
  • Webnews.de
  • Google
  • Yigg
  • E-mail this story to a friend!
  • Print this article!

  1. vgl. Mitschnitt Originalzitat als mp3 []
  2. vgl. Originalzitat als pdf []
  3. vgl. Homepage von Eva Herman - Medien-Darstellung []
  4. s. Homepage von Eva Herman - Medien-Darstellung []
  5. s. FAZ - Eine Last, die keiner sieht []
Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Schreibe einen Kommentar